Pad Thai Chaiya
Frau Chaimas Chaiya-Rezept orientiert sich an der südthailändischen Geschmacksrichtung und hält die Süsse bewusst zurück.
„Welches eurer Pad Thai ist das klassische?“ Diese Frage hören wir immer wieder. Eine einzige, für ganz Thailand gültige Antwort gibt es darauf nicht. Regionale Nudeltraditionen und persönliche Küchenhandschriften setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Bei Chaima lernen Sie zwei Charaktere kennen: Chaiya und Korat.
Frau Chaimas Chaiya-Rezept orientiert sich an der südthailändischen Geschmacksrichtung und hält die Süsse bewusst zurück.
Frau Chaimas Korat-Rezept orientiert sich am kräftigeren Charakter der Korat-Nudeltradition und ist im Vergleich zu unserem Chaiya leicht schärfer.
Pad Thai lebt von einer Balance aus süssen, sauren, salzigen, würzigen und umami-reichen Aromen. Wie stark die einzelnen Richtungen betont werden, ist jedoch nicht überall gleich.
In Thailand wird Pad Thai häufig deutlich süsser zubereitet, als wir es bei Chaima mögen. Frau Chaima bevorzugt selbst keine dominante Süsse – und viele unserer Gäste ebenfalls nicht. Deshalb stimmen wir die Balance bewusst anders ab, ohne die jeweilige regionale Geschmacksrichtung aufzugeben.
Chiang Mai und Bangkok geben bekannten Thailand-Reisenden eine schnelle Orientierung. Der Golf von Thailand und die Andamanensee machen zusätzlich deutlich, wie weit Chaiya im Süden von Korat im Nordosten entfernt liegt. Korat und Chaiya sind anklickbar.
Die Chaiya-Richtung verbindet eine süss-saure und würzige Balance mit einer südthailändischen Aromatik. Tamarinde prägt die fruchtige Säure; je nach regionaler Rezeptur können weitere Komponenten für Rundheit und Fülle sorgen.
Bei Chaima: Frau Chaimas Chaiya-Rezept orientiert sich an dieser südthailändischen Geschmacksrichtung. Im direkten Vergleich zu unserem Korat wirkt Chaiya fruchtiger, säurebetonter und etwas leichter. Die Süsse bleibt bewusst im Hintergrund.
Korat besitzt mit Pad Mee Korat eine eigene Nudeltradition. Charakteristisch sind spezielle, sehr dünne Korat-Nudeln auf Reisbasis mit eigener Konsistenz. Die genaue Zusammensetzung kann je nach Hersteller variieren – deshalb behaupten wir bewusst nicht, jede Korat-Nudel bestehe zwingend zu 100 % aus Reis.
Traditionelles Pad Mee Korat wird häufig mit Schweinefleisch zubereitet. Auch die verwendeten Nudeln unterscheiden sich von unserem Pad Thai Korat. Die Geschmacksrichtung ist jedoch dieselbe regionale Richtung, an der sich Frau Chaima bei ihrer selbst entwickelten Korat-Sauce orientiert: kräftig, würzig und mit viel aromatischer Tiefe.
Bei Chaima: Wir übertragen diesen Korat-Charakter auf unser Pad Thai und unsere eigenen Qualitätsanforderungen. Im Vergleich zu unserem Chaiya ist Korat leicht schärfer, kräftiger und würziger. Die Sauce ist vegan und glutenfrei; das fertige Gericht wird je nach Bestellung mit den gewählten Zutaten zubereitet.
Die oft erzählte Kurzfassung lautet: Pad Thai sei in der Zeit von Feldmarschall Plaek Phibunsongkhram entstanden, der in seiner ersten Amtszeit von 1938 bis 1944 Premierminister Thailands war. Ganz so eindeutig ist die Geschichte jedoch nicht. Sicher ist, dass gebratene Nudelgerichte chinesischen Einflusses bereits eine wichtige Grundlage bildeten und Pad Thai besonders in den späten 1930er- und frühen 1940er-Jahren stark verbreitet und mit einer thailändischen Identität verbunden wurde.
Die Nudeltradition in Thailand wurde stark von chinesischen Einwanderern geprägt. Gebratene Nudeln gab es nicht erst mit dem heutigen Pad Thai.
Aus Nudelgerichten entstanden Zubereitungen mit typisch thailändischer Balance aus Säure, Süsse, Salzigkeit und Würze – unter anderem mit Tamarinde.
Unter Feldmarschall Plaek Phibunsongkhram wurde der Konsum von Nudeln politisch und wirtschaftlich gefördert. In dieser ersten Regierungszeit gewann Pad Thai landesweit stark an Bekanntheit.
Pad Thai entwickelte sich weiter. Regionale Zutaten, Nudeln und Geschmacksrichtungen unterscheiden sich – genau deshalb ist „das eine Originalrezept“ schwer festzulegen.
Selbst bei der Entstehung von Pad Thai treffen verschiedene Einflüsse aufeinander: chinesische Nudeltradition, thailändische Zutaten und Geschmacksbalance sowie später eine starke nationale Verbreitung.
Genau deshalb möchten wir nicht von dem einen unveränderlichen Pad Thai sprechen. Auch innerhalb Thailands entwickelten sich regionale Varianten und verwandte Nudelgerichte mit eigener Handschrift.
Historischer Hinweis: Der genaue Ursprung von Pad Thai wird unterschiedlich dargestellt. Deshalb formulieren wir hier bewusst vorsichtig und unterscheiden zwischen belegter Verbreitung und nicht eindeutig beweisbarer „Erfindung“.
Pad Thai wird in Thailand häufig mit einer deutlich süsseren Grundbalance gekocht. Frau Chaima mag selbst keine stark süssen Gerichte und hat die Balance für Chaima deshalb bewusst neu abgestimmt.
Weniger dominante Süsse bedeutet nicht weniger Geschmack: Säure, Würze, Salzigkeit und Umami bekommen mehr Raum. Chaiya und Korat bleiben dabei klar voneinander unterscheidbar.
Unser Grundsatz bei Chaima ist einfach: Was wir sinnvoll selbst herstellen können, machen wir selbst. So wissen wir genau, welche Zutaten in unseren Saucen stecken und können sie konsequent nach unseren Qualitätsansprüchen entwickeln.
Bei unseren Pad-Thai-Saucen kommt noch eine zweite Aufgabe dazu: Trotz dieser Anforderungen soll die charakteristische Geschmacksrichtung von Chaiya beziehungsweise Korat erhalten bleiben.
Die Kunst besteht nicht einfach darin, klassische Zutaten wie Fischsauce oder Garnelenpaste wegzulassen. Deren geschmackliche Funktion – Salzigkeit, Umami, Tiefe und Balance – muss mit anderen Zutaten neu aufgebaut werden, ohne dass die charakteristische Richtung verloren geht.
Genau solche Fragen hören wir im Geschäft immer wieder. Deshalb gehören sie für uns auf eine informative Pad-Thai-Seite – ohne erhobenen Zeigefinger.
Welche Zutaten und Beilagen zu Pad Thai oder zu verwandten regionalen Nudelgerichten gehören, hängt stark von Region und Rezept ab. Es gibt deshalb keine einzige Zutatenliste, die für jede Variante in Thailand gilt.
Bei Chaima servieren wir heute sowohl Pad Thai Chaiya als auch Pad Thai Korat immer mit einem Zitronenschnitz und gerösteten Erdnüssen. Die Erdnüsse rösten wir regelmässig selbst.
Beim traditionellen Pad Mee Korat können solche Beilagen ohnehin ganz anders aussehen oder fehlen. Genau deshalb unterscheiden wir auf dieser Seite immer zwischen regionaler Tradition und unserer heutigen Chaima-Zubereitung.
Frischer Koriander gehört nicht zu den charakteristischen Zutaten eines traditionellen Pad Thai. Wer ihn trotzdem darüberstreut oder hineinmischt, darf das natürlich nach persönlichem Geschmack tun – dann ist es aber eine persönliche Interpretation.
Bei Chaima verwenden wir im Pad Thai bewusst keinen Koriander. Unsere beiden Pad-Thai-Rezepte servieren wir heute mit Zitronenschnitz und gerösteten Erdnüssen; Mungobohnensprossen und Chinese chives gehören bei uns nicht mehr dazu.
Das hängt davon ab, was Sie persönlich unter „klassisch“ verstehen. Schon historisch lässt sich Pad Thai nicht auf ein einziges, unveränderliches Rezept reduzieren. Viele in Europa bekannte Pad-Thai-Versionen sind eher süss-säuerlich. Frau Chaimas beide Rezepte sind bewusst anders ausbalanciert: Chaiya fruchtiger und säurebetonter, Korat kräftiger, würziger und leicht schärfer.
Nein. Pad Mee Korat (ผัดหมี่โคราช) ist eine regionale Nudeltradition aus Korat. Unser Pad Thai Korat basiert auf Frau Chaimas eigenem Rezept und orientiert sich bewusst an dieser kräftigeren Korat-Geschmacksrichtung.
Ja, unsere Pad-Thai-Saucen entwickeln wir vegan und glutenfrei. Das vollständige Gericht kann je nach gewählter Variante natürlich Ei, Crevetten oder andere nicht vegane Zutaten enthalten.
Unser Motto gilt für die ganze Chaima-Küche: Was wir sinnvoll selbst machen können, machen wir selbst. So wissen wir genau, welche Zutaten darin sind und können unsere Qualitätsansprüche konsequent umsetzen. Unsere Pad-Thai-Saucen entwickeln wir vegan und glutenfrei, ohne zugesetztes MSG, ohne künstliche Farbstoffe und ohne Konservierungsmittel. Gleichzeitig soll die jeweilige Geschmacksrichtung von Chaiya oder Korat erhalten bleiben.